Leistungsbewertung

Erklärung zu den gemeinsamen Rasterzeugnissen der GGS Grefrath

Mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse im Schuljahr 2015 / 2016 erhalten die Schülerinnen und Schüler der 3.Schuljahre beider Standorte von der gemeinsamen Lehrerkonferenz überarbeitete Rasterzeugnisse. Zum Schuljahresende 2015 / 2016 erhalten dann alle Kinder der ersten, zweiten und dritten Klassen ihre Zeugnisse in dem standortübergreifenden Format.

Laut Schulkonferenz-Beschluss vom 26.01.2016 gilt für beide Standorte folgende Regelung zur Notengebung:

1./2. Schuljahr keine Noten! Rasterzeugnisse jeweils am Ende des Schuljahres

3. Schuljahr mit Noten und Raster; Zeugnisse im Halbjahr und am Ende des Schuljahres

4. Schuljahr nur Noten und im Halbjahr eine begründete Empfehlung in Rasterform für die weiterführenden Schulen; im 2. Halbjahr nur noch Noten

Nach einem ersten Durchlauf in diesem Schuljahr werden wir mit Ihrer Hilfe und mit dem Lehrerkollegium eine Evaluation durchführen, um nach den ersten Erfahrungen, Anregungen für eine Überarbeitung und Weiterentwicklung zu nutzen.

Grundsätzliches zur Benotung

Was ist „Leistung“?

In jedem Unterrichtsfach bilden alle mündlichen, praktischen und schriftlichen Beiträge, die die Kinder erbringen, die Beurteilungsgrundlage. Dabei werden aber nicht nur Ergebnisse, sondern auch Anstrengungen und Lernfortschritte bewertet.

Sowohl Einzelleistungen als auch in Gruppen erbrachte Leistungen und soziale Kompetenzen werden bei der Beurteilung berücksichtigt.

Kompetenzen und Kompetenzerwartungen

Unterricht in der Grundschule ist immer mehr als reine Wissensvermittlung. Entsprechend dem in den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW beschriebenen Bildungs- und Erziehungsauftrags der Grundschule ist, neben dem Aufbau einer „Wissensbasis", die Entwicklung übergreifender, prozessbezogener Kompetenzen von großer Bedeutung.

Diese Kompetenzen sind den fachlich-inhaltsbezogenen Kompetenzen gleichzusetzen. Unterschieden werden dabei die grundlegenden Bereiche:

  • Wahrnehmen und Kommunizieren,
  • Analysieren und Reflektieren,
  • Strukturieren und Darstellen,
  • Transferieren und Anwenden. 

In den Lehrplänen der jeweiligen Fächer werden die verbindlichen Kompetenzerwartungen benannt, die festlegen, welche Leistungen von den Schülerinnen und Schülern am Ende der Schuleingangsphase sowie am Ende der Klasse 4 erwartet werden.

So sollen die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Weiterlernen geschaffen und Förder- sowie Fordernotwendigkeiten deutlich werden.

Notenstufen

§ 48 Abs. 3 des Schulgesetzes NRW regelt die zu vergebenden Noten und deren Bedeutung bei der Bewertung von Leistungen:

  1. sehr gut (1) Die Note „sehr gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen im besonderen Maße entspricht.
  2. gut (2) Die Note „gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.
  3. befriedigend (3) Die Note „befriedigend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.
  4. ausreichend (4) Die Note „ausreichend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.
  5. mangelhaft (5) Die Note „mangelhaft“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
  6. ungenügend (6) Die Note „ungenügend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

Bemerkungsfelder:

Zusätzlich zu den schon vorgegebenen Rasterkriterien können die Lehrkräfte noch weitere Bemerkungen zu den jeweiligen Fächern sowie zum Arbeits- und Sozialverhalten in die Bemerkungsfelder eintragen, wodurch auch andere Lernbereiche zusätzlich oder vorgegebene Lernbereiche noch differenzierter beschrieben werden können. Es ermöglicht den Lehrkräften auch, individuelle Lernentwicklungen oder besondere Leistungen besonders hervorzuheben.

Nicht belegte Rasterfelder

Nicht ausgefüllte Zeilen im Rasterzeugnis können folgende Bedeutung haben:

  • Die Note wird ausgesetzt (z.B. bei einer diagnostizierten Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)) oder ein bestimmter Teilbereich des Faches kann noch nicht benotet werden (z. B. keine/ wenige Deutschkenntnisse bei Seiteneinsteigern).
  • Ein bestimmter Teilbereich wird erst im 2. Halbjahr im Unterricht behandelt.
  • Die Leistung konnte bei dem Kind nicht beobachtet werden (z.B. längere Krankheit / Abwesenheit, Seiteneinsteiger).           
Visualisierung des Leistungsniveaus mittels Zielscheibe

(Konferenzbeschluss vom 15.02.2016)

Zur Visualisierung des erreichten Leistungsniveaus bei Lernstandüberprüfungen ohne Noten wird in allen Jahrgängen die Zielscheibe mit entsprechenden Markierungen und Kommentaren eingesetzt – in den Jahrgängen 3/4 fünfstufig, in den Jahrgängen 1/2 vierstufig, da hier explizit eine direkte Übersetzung in Notenstufen vermieden werden soll.

Mit Hilfe dieser graphischen Darstellung wird eine aussagekräftige und eindeutige Bewertung außerhalb der Notenskala ermöglicht.

Sie ist eingängig, selbsterklärend und kann nach geraumer Zeit auch von Schülerinnen und Schülern selbst zur Visualisierung ihrer Selbsteinschätzung angewandt werden.

Abstufung und Prozentränge für Jahrgang 3 und 4

Abstufung und Prozentränge für Jahrgang 3 und 4

Folgende Grafik wird fortan als feststehendes Bild zur Bewertung von Lernstandüberprüfungen ohne Benotung in den Jahrgängen 1 und 2 genutzt:

Folgende Grafik wird fortan als feststehendes Bild zur Bewertung von Lernstandüberprüfungen ohne Benotung in den Jahrgängen 3 und 4 genutzt:

Abstufung und Prozentränge für Jahrgang 1 und 2

Abstufung und Prozentränge für Jahrgang 1 und 2

Darüber hinaus ist in allen Jahrgängen die Ergänzung eines weiteren individuellen Kommentars jederzeit möglich.

Dieser Beschluss wurde verbindlich von der Lehrerkonferenz verabschiedet.