Vertretungskonzept der GGS Grefrath ab Schuljahr 2015/16

Das vorliegende Vertretungskonzept sichert die Weiterführung des Unterrichts bei kurzfristigen bis langfristigen Personalengpässen bzw. –mängeln in der Stellenbedarfsabdeckung.

Das oberste Ziel ist dabei die Sicherstellung des Mindestunterrichts, zumindest jedoch des Kernunterrichts in den Hauptfächern aller Klassen.

Grundsätze zur Erstellung eines Vertretungsplanes

Der Vertretungsplan wird in der Regel durch die Schulleiterin oder Stellvertreterin erstellt. Bei der Planung des Vertretungsunterrichts werden folgende Kriterien beachtet:

  • Grundversorgung gewährleisten
  • Stabilität für die Kinder
  • Faire Belastung für das Kollegium
  • Raumkapazität
  • Sonderpädagogische Förderung ist vorrangig zu beachten
  • Kollegiumsinterne Absprachen

Kurzfristiger Unterrichtsausfall – Maßnahmenkatalog

Folgende organisatorische Maßnahmen greifen bei kurzfristigen Stundenausfällen (bis 2/3 Wochen):

  • Anordnung von Vertretungsunterricht (Mehrarbeit)
  • Beaufsichtigung von 2 Klassen > für Einzelstunden beaufsichtigen Lehrkräfte eine Klasse im danebenliegenden Klassenraum. Voraussetzung dafür ist, dass die mit zu beaufsichtigende Klasse das selbständige Arbeiten beherrscht.
  • Einsatz von Praktikantinnen bzw. geeigneten Aufsichtspersonen > sollten zum Zeitpunkt des Unterrichtsausfalls Praktikantinnen oder geeignete Aufsichtspersonen zur Verfügung stehen, die sich bereit erklären, die Kinder zu beaufsichtigen, können diese auch eingesetzt werden. In diesem Fall wird den Kindern eine Aufgabe gegeben, die sie in Stillarbeit bearbeiten sollen. Die Aufsicht obliegt einer Kollegin der Nachbarklasse.
  • Aufteilung der Klasse > in allen Klassen und im Vertretungsordner der Schulleiterin liegen oder hängen Listen aus, nach denen die Kinder auf die anderen Klassen aufgeteilt werden. Es muss überprüft werden, ob die Aufteilung mit dem aktuellen Schulstundenplan übereinstimmt. Zu beachten ist ebenfalls, welche Kinder nach dem Unterricht in die OGS oder in die Betreuung gehen.
  • Gemeinsames Unterrichten von zwei Klassen (z. B. im Sportunterricht oder auf dem Schulhof).
  • Lehramtsanwärter können nach Rücksprache im gesetzlichen Rahmen Vertretungen übernehmen.

Detail-Organisation

  • Notfallordner > im Lehrerzimmer / Sekretariat steht ein Ordner, in dem sich aktuelle Telefonlisten sowie Notfallnummern der Schülerinnen und Schüler aller Klassen befinden.
  • Die Aufteilungslisten sowie Bögen bzgl. Inhalte des Vertretungsunterrichts hängen an der Pinnwand gut sichtbar in der Nähe des Pults im Klassenraum/ sind im Klassenbuch eingeheftet.
  • Lehrerzimmer > im Lehrerzimmer befindet sich ein aktueller Stundenplan der Schule. Sollten die Kinder spontan aufgeteilt werden müssen, kann überprüft werden, welche Klassen noch Unterricht haben bzw. welche sich in der Turnhalle/ Eishalle oder im Schwimmbad befinden, so dass die Kinder evtl. auf andere Klassen als vorgesehen aufgeteilt werden müssen.
  • Partnerklassen, Co-Klassenleitung:  die Klassenlehrerinnen der Parallelklassen bzw. die Co-Klassenleitung übernehmen im Krankheitsfall die Betreuung der Klasse. Sie informieren die Kinder über den Lernstoff und teilen ggf. den geänderten Stundenplan aus.
  • Arbeitsmaterialien > sofern möglich, informiert die erkrankte Lehrkraft die Schulleitung und eine parallel arbeitende Lehrerin/ die Co-Klassenleitung.
  • Für die erkrankte Lehrkraft gibt es einen Rückmeldebogen über die Inhalte der geleisteten Vertretungsstunden.
  • Die Mitarbeiterinnen der OGS bzw. Betreuung werden informiert.

Langfristiger Unterrichtsausfall - Maßnahmenkatalog

Zunächst sind folgende Ressourcen und Möglichkeiten auszuschöpfen:

  • Unterrichtskürzung auf die Mindeststundenzahl
  • Anforderung einer Vertretungskraft beim Schulamt
  • Abordnung/ Versetzung nach Rücksprache mit dem Schulamt
  • Mehrarbeit durch Kolleginnen / Kollegen

Unter Beachtung der o. g. Kriterien

  • Grundversorgung gewährleisten
  • Stabilität für Kinder
  • Faire Belastung für das Kollegium
  • Raumkapazität

erstellt die Schulleiterin einen neuen Stundenplan bzw. „Notfall-Stundenplan“ und kompensiert fehlende Lehrerstunden durch

  • Dauerhaftes Aufteilen der Kinder nach pädagogischen Kriterien auf Parallelklassen (sofern möglich) / Klassenstufen darüber / darunter evtl. auch nur in einzelnen Fächern.
  • Zusammenlegen von kleineren Klassen (evtl. nur in einzelnen Fächern). Von der Aufteilung betroffen können (auch) Klassen sein, deren Lehrkräfte anwesend sind.

Darüber hinaus erfolgt die Festlegung der stellvertretenden Klassenführung / der Verantwortlichkeiten.

Bei besonderer Mangelverwaltung und somit nach Ausschöpfung aller genannten Ressourcen und Möglichkeiten erfolgt Unterrichtsausfall mit gleichmäßiger Verteilung der Ausfallstunden:

Ist eine sinnvolle Aufteilung oder Vertretung durch eine andere Lehrkraft nicht möglich, muss Unterricht ausfallen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Unterrichtsausfall auf alle Klassen gleichmäßig verteilt wird. Die Kernfächer D, M, SU und E sollten weitestgehend sichergestellt sein, die anderen Fächer zumindest rotierend bzw. blockweise unterrichtet werden. Von 08.00 bis 11.30 Uhr / 08.10 bis 11.45 Uhr ]wird der Unterricht in der Regel gewährleistet.

Die Detail-Organisation ist vergleichbar mit der Auflistung unter dem Punkt "Kurzfristiger Unterrichtsausfall".

Allgemeine Hinweise

Es ist Transparenz gegenüber den Lehrkräften, Mitarbeiterinnen der OGS, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern sicherzustellen!

Die Erziehungsberechtigen sind verpflichtet, täglich in die Postmappe Ihres Kindes zu schauen, um sich u. a. über eventuelle Stundenplanänderungen zu informieren.