Abschied unserer Konrektorin

Mit Ende des Schuljahres ist es soweit:

Ich verabschiede mich, um ab dem nächsten Schuljahr wieder an einer Schule meiner Heimatstadt zu arbeiten.

Fast sechs Jahre war ich an der GGS Grefrath - überwiegend am Standort Oedt - tätig, habe unterrichtet und vielseitige Aufgaben auch in schulorganisatorischen Bereichen übernommen. Dabei bin ich vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Eltern und auch Großeltern begegnet, die sich auf vielfältige Art und Weise und mit Herz für die Kinder dieser Schule einsetzten.

Am Standort Oedt werden mir besonders die vielen Treffen der gesamten Schulgemeinde in der Aula in Erinnerung bleiben: strahlende Kinder auf der Bühne, die ihre Texte, Tänze, Lieder u.v.m. präsentierten. Viel Freude machten mir die Percussion-Stunden, in denen Kinder über sich hinaus wuchsen, nach und nach mehrstimmige Rhythmicals und Arrangements entstanden, die bei Einschulungs- oder Abschlussfeiern oder anderen Anlässen in der Aula mit Aufregung und Stolz präsentiert wurden.
Neben dem Unterricht gab es Adventfeiern, Theaterbesuche, Klassenfahrten, das Vu-Jagen, Projekttage, das Zirkusprojekt - und jede(r) brachte seine Ideen ein, packte mit an, damit am Ende alles reibungslos lief. So gelang auch die Umstellung der Schülerbücherei am Standort Oedt auf ein digitales Ausleihsystem durch die konstruktive Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften - auch einer ehemaligen Lehrkraft.

Das jetzt endende Schuljahr war eine Herausforderung für alle an Schule tätigen Kräfte, für unsere Schülerinnen und Schüler und ebenso für die Eltern. Vieles konnte durch Corona nicht „wie sonst“ gemacht und umgesetzt werden. Mit viel Kreativität von allen Seiten wurden Ideen gesponnen, Lernangebote entwickelt, bereitgestellt, verteilt, ausgegeben, übermittelt, angenommen, umgesetzt, zurückgesandt oder vorbei gebracht. Es war viel mehr machbar, als es anfangs den Anschein hatte. Auch als es dann endlich um die Öffnung von Schule ging, wurde gemeinsam und konstruktiv an der Umsetzung des überarbeiteten Hygienekonzeptes gearbeitet. All das forderte viel Geduld, die bei den sich ständig wieder ändernden Vorgaben oft sehr strapaziert wurde.

Besonders beeindruckt haben mich unsere Schülerinnen und Schüler, als sie nach Wochen des Homeschoolings endlich wieder auf den Schulhof kamen. Erst noch reserviert und sicherlich mit Bauchgrummeln bei dem Gedanken, wie „Schule“ denn ohne die gewohnte Klassengemeinschaft und teils auch ohne die eigene Klassenlehrerin werden mag, haben sich die meisten unglaublich schnell an die veränderte Situation gewöhnt. Die Kinder stellten sich auf den markierten Smilies auf, bemühten sich Abstände einzuhalten, die vorgegebenen Wegmarkierungen in Schulfluren zu beachten, kontaktfreie Spiele zu spielen, ihre Aufgaben ohne Arbeitspartner zu bewältigen, und, und, und ... Echt klasse!
Eine positive Begleiterscheinung: Lehrkräfte und Kinder haben in dieser Zeit gleichermaßen genossen, sich nur in kleinen Lerngruppen zu treffen. Bei allen Einschränkungen war doch der Blick auf das einzelne Kind und seine Bedürfnisse viel eher möglich.

Aus den fast sechs Jahren in Oedt und teils auch in Grefrath werde ich viele Erinnerungen mitnehmen. Gerne hätte ich mich am letzten Schultag von der Schulgemeinde in der Aula am Standort Oedt und auf dem Schulhof am Standort Grefrath verabschiedet. Doch durch die Pandemie ist das nicht möglich. Daher möchte ich mich auf diesem Weg bedanken

  • für die vielen schönen Momente und Begegnungen,

  • für das kollegiale und wertschätzende Miteinander,

  • für die gemeinsame Suche nach sinnvollen Lösungen,

  • für die Toleranz und die Anerkennung des Anderen.

Herzlichen Dank und für die Zukunft alles Gute!

Andrea Leuf

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